Käsig durch Brot? Wie unser geliebtes „Bütterken“ auf Körper und Seele wirkt
Ist ein Leben ohne Käsebrot lebenswert?
Diese Frage habe ich mir ernsthaft gestellt – als mir damals während meiner TCM-Ausbildung dämmerte, dass ich zu den Menschen gehöre, die von Backwaren lieber die Finger lassen sollten. Und von Käse.
Ausgerechnet! Mein geliebtes „Bütterken“ stand damals in den Top Ten meiner Lieblingsgerichte. Und aus dem Käseladen um die Ecke schleppte ich so viel Gruyère und Ziegen-Camembert raus, dass der Besitzer mit meinem Geld wahrscheinlich schon dreimal auf die Malediven geflogen ist – zusammen mit meiner Lieblingsbäckerin.
Um die Antwort vorwegzunehmen: Ja, ein Leben ohne Käsesandwich ist lebenswert – und wie! OK, die anfänglichen Entzugserscheinungen waren nicht toll, aber inzwischen vermisse ich nichts mehr und bin fitter, schlanker und gesünder. Ein guter Tausch, finde ich.
Warum Brot und Käse aus Sicht der TCM problematisch sein können
Ein Tausch, über den viele Menschen nachdenken sollten. Denn ausgerechnet das gute „alte“ belegte Brot, unser heimliches Nationalgericht, mit dem wir aufstehen, den Tag beschließen und auf Reisen gehen, tut den allerwenigsten von uns gut. Denn sowohl Brot als auch Milchprodukte fördern einen Zustand, den die Traditionelle Chinesische Medizin: Nässe-Kälte nennt, und unter dem in unserer modernen Industriegesellschaft die meisten Menschen leiden. Häufige Symptome dafür sind:
Symptome für Kälte/Nässe (Beispiele)
- Verdauungsprobleme, wie Blähungen, Durchfall oder Völlegefühl
- Schwaches Bindegewebe (Cellulitis!)
- Trägheit, Müdigkeit, Erschöpfung
- Häufige Infekte (vor allem der Atemwege)
- Neigung zu Fettpolstern oder Übergewicht
- Ödeme (Wassereinlagerungen)
- Frieren
- Blässe, „käsiges“, teigiges Gesicht
- Dumpfes Gefühl im Kopf, Konzentrationsschwäche
Hält dieser Zustand lange an, können sich auch schwerwiegendere Folgen und Krankheiten einstellen. Es lohnt sich also, Alternativen zu probieren: Zum Beispiel Hummus, Dips oder vegane Aufstriche statt Käse, Falafel, Bratlinge oder blanchierte Gemüsescheiben statt Brot. Ich liebe zum Beispiel Portobello-Pilze als Grundlage für Dips oder Burger. Dann läuft’s wieder wie geschmiert – versprochen!